Heute hatten wir das letzte Mal Spielgruppe vor den Weihnachtsferien. Die Geschenke sind fertig gebastelt, die habe ich, zum Glück schon letztes Mal mit nach Hause gegeben, heute waren nämlich zwei Jungs krank. Also haben wir uns heute noch ans Plätzchen backen gemacht. Ich war ehrlich gesagt schon etwas froh, dass es heute nur sechs Kinder waren. Am Schluss hatte jedes Kind ein Säckchen voller Plätzchen zum heimnehmen.
Kleine Kinder sind spannend, lustig, spontan und vor allem eins: so unberechenbar! Einblicke in meinen bunten Alltag als Spielgruppenleiterin. Viel Spass!
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Dienstag, 20. Dezember 2011
Endlich Schnee!
Schneemändli
Schneemändli, Schneemändli
Schneemändli, Schneemändli
hesch du es chalts Gwändli.
Hesch e dicke Buuch
mit sibe Chnöpfli druff: 1, 2, 3,...
Hesch e längi Rüeblinase
Die tuen ig dir grad abchafle.
Uf em Chopf e Bluemetopf,
oh, du arme, arme Tropf!
Lucie Hillenberg
| Unser Schneemann - zwar etwas unförmig, aber schliesslich waren sechzehn kleine und zwei grosse Hände daran beteiligt! |
Endlich haben wir Schnee! Und - was gar nicht so selbstverständlich ist, alle Kinder hatten ihre Schneekleider dabei. Wenn wir einen Spielgruppennachmittag draussen verbringen, beginnen wir trotzdem immer drinnen, gemeinsam mit unserem Begrüssungslied im Kreisli. Die Kinder hatten viel zu erzählen heute, sie waren ganz hibbelig. Weihnachten steht - und der Schnee lag - vor der Tür. Wir mussten unseren Erzählstein zu Hilfe nehmen. Das ist ein Zauberstein: Nur wer den Stein in Händen hält kann sprechen, alle anderen hören diesem Kind zu. Das klappt meistens ganz gut. Na ja, nicht immer, aber immer besser. Die Kinder lernen schnell. Als wir über alle Weihnachtswünsche informiert waren, und das waren viele (was es nicht alles gibt...), konnte es nach draussen gehen. Wie gesagt, ich beginne absichtlich immer drinnen, auch wenn nachher, so wie heute, ganz viel angezogen werden muss: Skihose, Skijacke, Schuhe, Halstuch, Mütze, Handschuhe... und das mit acht vierjährigen Kindern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies eine sehr gute Übung ist. Heute habe ich mal auf die Uhr geschaut: 25 Minuten hats gedauert bis wir alle startklar waren! Der Aufwand hat sich aber gelohnt: Viele Kinder jammern anfangs: "Kann ich nicht selber". Sie merken dann aber schnell, dass ich unmöglich acht Kinder gleichzeitig von A-Z anziehen kann. Während sie warten, beginnen sie dann halt doch, es mal selber zu versuchen. Und siehe da: Meistens brauche ich nur noch beim Schuhebinden und beim Reissverschluss einfädeln zu helfen. Wenn ich dann sage: "Siehst du? Jetzt hast du's fast alleine geschafft" strahlen sie und sind stolz auf sich. Einige Kinder sind sogar schon ganz selbstständig. Draussen genossen wir unseren verschneiten Spielgruppengarten, bauten einen Schneemann, drei Mädchen bauten ein Schneekind dazu, wir machten Engel in den Schnee und eine etwas unausgeglichen Schneeballschlacht (acht Kinder gegen eine arme Spielgruppenleiterin). Das Zvieri und unser Adventsritual mussten dann wieder drinnen stattfinden. Beim Ausziehen gings übrigens viel schneller.... dementsprechend sah es in der Garderobe aus. Na ja, die Mamis wissen ja, welche Kleidungstücke ihrem Kind gehören.
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Adventsfenster
Gestern haben wir unser Adventsfenster eröffnet. Da der hiesige Frauenverein dieses Jahr beschlossen hat, keine offiziellen Adventsfenster mehr zu organisieren hat unser Fenster keine Zahl. Da die Eröffnung des Adventsfenster mittlerweile zum festen Bestandteil des Spielgruppenjahres geworden ist, haben wir Spielgruppenleiterinnen beschlossen den Anlass trotzdem durchzuführen. Trotz Wind und strömendem Regen kamen die meisten Eltern mit ihren Kindern vorbei. Genossen einen warmen Tee resp. Glühwein und ein Guetzli dazu und bestaunten unser Adventsfenster:
Ich bin auch immer gespannt, wie es aussehen wird. Wir sehen ja selber auch erst kurz vorher wie es wirkt, wenn wir fertig sind mit aufkleben und dann das Licht einschalten. Die Sterne haben die Kinder geklebt (Seidenpapierfötzeli auf Klarsichtfolie), die Silhouette habe ich ausgeschnitten, gelbes Pergamentpapier dahinter befestigt, beleuchtet, fertig. Sieht doch schön aus, oder?
Ich bin auch immer gespannt, wie es aussehen wird. Wir sehen ja selber auch erst kurz vorher wie es wirkt, wenn wir fertig sind mit aufkleben und dann das Licht einschalten. Die Sterne haben die Kinder geklebt (Seidenpapierfötzeli auf Klarsichtfolie), die Silhouette habe ich ausgeschnitten, gelbes Pergamentpapier dahinter befestigt, beleuchtet, fertig. Sieht doch schön aus, oder?
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Samichlaus
Gestern besuchte der Samichlaus die Spielgruppe. Leider kam er etwas zu früh, sodass er schon wieder weg war, als die Kinder eintrudelten. Er hat aber jedem Kind ein Säckli da gelassen.
Die Freude war jedoch nicht besonders gross. Ich weiss nicht genau woran es liegt. Ich denke mal die Kinder sind übersättigt mit Nüssli, Manadrinli und Schokolade in dieser Zeit....
Die Freude war jedoch nicht besonders gross. Ich weiss nicht genau woran es liegt. Ich denke mal die Kinder sind übersättigt mit Nüssli, Manadrinli und Schokolade in dieser Zeit....
Dienstag, 22. November 2011
Advent
In der Spielgruppe stellen wir uns langsam auf den Advent ein. Gestern habe ich die Silhouette fürs Adventsfensters ausgeschnitten:
Mit den Spielgruppenkindern habe ich heute das "Samichlausevärsli" begonnen zu üben. Schliesslich ist der 6. Dezember nicht mehr so weit:
Auf dem Basteltisch kam heute wieder einmal die Krims-Krams-Kiste zum Einsatz. Als Grundlage gab ich den Kindern Eierkartons, welche sie nach Lust und Laune bekleben konnten. Fantasievolle Gebilde sind entstanden:
Mit den Spielgruppenkindern habe ich heute das "Samichlausevärsli" begonnen zu üben. Schliesslich ist der 6. Dezember nicht mehr so weit:
Samichlaus, i ha ne Wunsch:
We du hinech zue nis chunsch,
Möchte i mit dir usegoh
Chly bim Eseli go stoh,
Ihm sy Chopf i d Arme näh
Und ihm öppis z frässe gäh!
Auf dem Basteltisch kam heute wieder einmal die Krims-Krams-Kiste zum Einsatz. Als Grundlage gab ich den Kindern Eierkartons, welche sie nach Lust und Laune bekleben konnten. Fantasievolle Gebilde sind entstanden:
Freitag, 11. November 2011
Zukunftstag
Gestern war nationaler Zukunftstag. Vor zehn Jahren als nationaler Tochtertag ins Leben gerufen, an dem Töchter typische männliche Beruftsfelder erkunden konnten, indem sie ihren Vater auf die Arbeit begleiteten, heisst er heute Zukunftstag. Er ist für Buben und Mädchen gedacht, geschlechtsuntypische Berufe näher kennenzulernen. Töchterchens Lehrer hat es seiner Klasse jedoch freigestellt, Vater oder Mutter, oder jemand anderen zu begleiten, oder auch gar nicht am Zukunftstag teilzunehmen. Für Töchterchen, war sofort klar: Sie wollte mich in die Spielgruppe begleiten. Es war zwar nicht das erste Mal, dass sie mich in die Spielgruppe begleitet hat, aber schon seit langem nicht mehr. Es hat ihr nicht besonders gut gefallen, sie fand, die Kinder seien ja voll frech und wild. Dazu muss ich sagen, es war gestern relativ ruhig in der Spielgruppe... Kurz, ich denke nicht, dass ihre Berufswahl dereinst in Richtung Kinderbetreuung geht. Aber sie hat gesehen, dass mein Beruf nicht nur so ein Klacks ist, dass es anstrengend ist und dass ich eine grosse Verantwortung trage, und das zu einem bescheidenen Lohn. Ein Besuch in der Spielgruppe täte auch manch anderem gut. Vor zwei Tagen, hat mich nämlich eine Bekannte gefragt, ob denn Töchterchen auch am Zukunftstag mitmache. Auf meine Antwort, sie begleite mich in die Spielgruppe, antwortete sie in mitleidigem Ton: "Jööhh.."
An solchen Bemerkungen merkt man, dass die Spielgruppenbewegung immer noch in Kinderschuhen steckt. Dies obwohl, die Eltern über das Angebot froh sind, ihre Kinder gerne schicken. Von den Kindergärtnerinnen erhalte ich jedes Jahr ein positives Feedback. Sie merken beim Kindergarteneintritt, ob ein Kind die Spielgruppe besucht hat, oder nicht. Die Kinder haben gelernt, sich in einer Gruppe zurechtzufinden, die Ablösung vom Mami wurde schon geübt, Strukturen kennengelernt und sehr wichtig, gelernt, sich an Regeln zu halten.
Für mehr Anerkennung der Spielgruppen, hat der Schweizerische Spielgruppenleiterinnen-Verband 17'000 Unterschriften gesammlt. Am 30. Novebmer 2011 wird die Petition in Bern der EDK (Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren) und der SODK (Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren) übergeben. Ich hoffe, dass dies etwas bewirken wird. Ich befürchte jedoch, dass wir noch einige Jahre auf eine angemessene Anerkennung warten müssen.
An solchen Bemerkungen merkt man, dass die Spielgruppenbewegung immer noch in Kinderschuhen steckt. Dies obwohl, die Eltern über das Angebot froh sind, ihre Kinder gerne schicken. Von den Kindergärtnerinnen erhalte ich jedes Jahr ein positives Feedback. Sie merken beim Kindergarteneintritt, ob ein Kind die Spielgruppe besucht hat, oder nicht. Die Kinder haben gelernt, sich in einer Gruppe zurechtzufinden, die Ablösung vom Mami wurde schon geübt, Strukturen kennengelernt und sehr wichtig, gelernt, sich an Regeln zu halten.
Für mehr Anerkennung der Spielgruppen, hat der Schweizerische Spielgruppenleiterinnen-Verband 17'000 Unterschriften gesammlt. Am 30. Novebmer 2011 wird die Petition in Bern der EDK (Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren) und der SODK (Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren) übergeben. Ich hoffe, dass dies etwas bewirken wird. Ich befürchte jedoch, dass wir noch einige Jahre auf eine angemessene Anerkennung warten müssen.
Donnerstag, 3. November 2011
Herbstbasteleien
Während der letzten paar Spielgruppentage ist viel Kreatives entstanden. Wir haben unsere gesammelten Herbstblätter zu Ketten aufgefädelt:
Einige Herbstblätter habe ich gepresst. Die Kinder durften die Blätter auf ein Stück Selbstklebefolie kleben. Diese Folie wird um einen PET-Flaschenboden gewickelt, Kerze rein und fertig ist ein schönes, preiswertes Windlicht.
Mit der Lochzange zwei Löcher gemacht und ein Draht eingezogen wird aus dem Windlicht eine kleine Laterne. In diesem Fall muss aber die Kerze etwas festgeklebt werden, damit sie nicht herumrutscht
Immer wieder sehr beliebt in der Spielgruppe und praktisch für die etwas weniger geduldigen Kinder sind die Aquarellmalkreiden. Einfach den Finger in einen Becher mit Wasser tunken und mit dem nassen Finger über die vorher aufgetragene Farbe streichen. Dabei muss das Blatt nicht vollflächig bemalt sein, ein paar Kreidestriche reichen. Ich verwende jeweils etwas dickeres Papier, damit es nicht so schnell Löcher gibt (wenn die Kinder mal im Element sind, leeren sie in einem unbeobachteten Moment auch gerne Mal das ganze Wasser über's Papier...). Diesesmal habe ich im Voraus das Papier zu Herbstblättern zugeschnitten und den Kindern nur die gelben, orangen, roten und braunen Kreiden bereitgelegt.
Wie immer ist Basteln in der Spielgruppe freiwillig. Das Material lege ich auf dem Basteltisch bereit. Manche Kinder kommen gleich zum Tisch und wollen basteln, andere wollen erst mal aus Distanz schauen, was da läuft und kommen erst später dazu, vielleicht sogar erst am nächsten Spielgruppentag. Einige basteln ganz geduldig und kreiren gleich mehrere Kreationen an einem Tag andere probieren mal kurz aus und verlieren dann die Geduld, wieder andere lassen den Basteltisch links liegen und sind lieber im freien Spiel kreativ.
Einige Herbstblätter habe ich gepresst. Die Kinder durften die Blätter auf ein Stück Selbstklebefolie kleben. Diese Folie wird um einen PET-Flaschenboden gewickelt, Kerze rein und fertig ist ein schönes, preiswertes Windlicht.
Mit der Lochzange zwei Löcher gemacht und ein Draht eingezogen wird aus dem Windlicht eine kleine Laterne. In diesem Fall muss aber die Kerze etwas festgeklebt werden, damit sie nicht herumrutscht
Immer wieder sehr beliebt in der Spielgruppe und praktisch für die etwas weniger geduldigen Kinder sind die Aquarellmalkreiden. Einfach den Finger in einen Becher mit Wasser tunken und mit dem nassen Finger über die vorher aufgetragene Farbe streichen. Dabei muss das Blatt nicht vollflächig bemalt sein, ein paar Kreidestriche reichen. Ich verwende jeweils etwas dickeres Papier, damit es nicht so schnell Löcher gibt (wenn die Kinder mal im Element sind, leeren sie in einem unbeobachteten Moment auch gerne Mal das ganze Wasser über's Papier...). Diesesmal habe ich im Voraus das Papier zu Herbstblättern zugeschnitten und den Kindern nur die gelben, orangen, roten und braunen Kreiden bereitgelegt.
Wie immer ist Basteln in der Spielgruppe freiwillig. Das Material lege ich auf dem Basteltisch bereit. Manche Kinder kommen gleich zum Tisch und wollen basteln, andere wollen erst mal aus Distanz schauen, was da läuft und kommen erst später dazu, vielleicht sogar erst am nächsten Spielgruppentag. Einige basteln ganz geduldig und kreiren gleich mehrere Kreationen an einem Tag andere probieren mal kurz aus und verlieren dann die Geduld, wieder andere lassen den Basteltisch links liegen und sind lieber im freien Spiel kreativ.
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