Donnerstag, 26. Januar 2012

Das kleine Blau und das kleine Gelb

Erzähl es mir - und ich werde es vergessen.
Zeig es mir - und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

Konfuzius




Diese Geschichte erzählte ich heute den Kindern. Mit erstaunlich einfachen Bildern erzählt Leo Lionni die Geschichte vom kleinen Blau, seinem besten Freund dem kleinen Gelb und all den anderen Farben und was geschieht, wenn sich die beiden Farben umarmen . Eine erste kleine Farbenlehre.



Das kleine Blau und das kleine Gelb mit Mama und Papa


Ein grünes Kind? Kennen wir nicht!


Natürlich gibt's am Schluss ein Happy-End. Die Eltern erkennen ihre Kinder wieder und alle spielen vergnügt zusammen.

Im Anschluss zeigte ich den Kindern anhand von transparenten, farbigen Folien was passiert, wenn diese übereindandergeschoben werden. Sie durften gleich selber experimentieren. Welche Farbe kommt zum Vorschein wenn wir Rot und Gelb übereinander legen? Und bei Blau und Rot? Es kamen interessante Vorschläge und im Anschluss gab es meist grosse Augen.





Nun ging es ans ausprobieren. Heute stellte ich zum Malen nur die Farben Blau und Gelb zur Verfügung. Ganz vertieft malten und experimentierten die Kinder. Ab und zu stiess ein Kind ein vergnügliches Quitschen hervor, wenn es wieder ein schönes Grün auf seinem Blatt entdeckte.



Unverkennbar: Das kleine Blau mit Mama und Papa und das kleine Gelb mit Mama und Papa..

... und so sah das Bild am Schluss aus.

Für die Kinder muss es sich wie Zauberei anfühlen, wenn aus zwei verschiedenen Farben plötzlich eine ganz neue entsteht. Und so ganz nebenbei haben sie etwas Interessantes über Farben erfahren.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Der Eisbär und der Regenbogen

Ganz weit im Norden waren wir heute. Am Nordpol, bei den Eisbären. Bei Ben, dem Eisbären. Der kleine Ben findet es langweilig, weiss zu sein. Er träumt davon bunt zu sein, bunt wie der Regenbogen. Als er aber aufwacht ist er wieder weiss. Dann begegnet Ben einem glücklichen Schneemann, der ist auch weiss. Beim Versteckspiel im Schnee mit seinen Freunden, kann ihn keiner finden, das findet Ben auch toll. Am Ende ist Ben doch ganz glücklich, genau so weiss wie seine Schwester und seine Mami zu sein. Ein wunderschönes Glitzerbilderbuch. Ich benutze diese Geschichte jedes Jahr als Einstieg, um mit den Kindern das Thema "Farben" anzuschauen.




Anschliessend durften die Kinder mit wasserlöslichen Wachsmalstiften einen bunten Ben malen.



Daneben gab es heute auch noch Tränen. Zwei Kinder die immer genau die gleiche Lego-Lokomotive haben wollten, ein Junge der hingefallen ist, genau in eine Stuhlkannte rein (Gottseidank ist ausser einer Schramme quer übers Gesicht nichts weiter passiert) und, ganz speziell, ein kleines Stück Apfel, das zwischen zwei Zähnchen stecken geblieben ist und dort nicht mehr rauswollte (Wir habens dann doch noch raus bekommen und das Mädchen hat sich wieder beruhigt). Das sind solche Tage, an denen ich froh bin, wenn die zwei Stunden vorbei sind...

Dienstag, 10. Januar 2012

Dä wünscht sich e Huufe Schnee...

Heute sind wir auch mit der Spielgruppe ins Jahr 2012 gestartet. Mit Ausnahme eines Jungen, der in Skiurlaub ist, sind alle wieder gekommen. Unser Erzählstein leistete wieder gute Dienste, die Kinder hatten nämlich einiges zu erzählen: "Der Papa hat gekocht, das hat aber nicht geschmeckt!", "Also mein Papi kocht gut!", "Wir sind mit dem Auto im Schnee stecken geblieben", "Ich bin auf den Kopf gefallen, schau!", "Ich habe vom Götti eine Barbie-Puppe bekommen", "Wir werden nach Österreich in den Skiurlaub fahren, dort hat es sooooo viel Schnee...!" etc. Ja, dieser Schnee. In den Bergen wissen sie nicht mehr wohin mit all der weissen Pracht. Und wir sitzen in einer Mischung aus Grau-Dunkelgrün-Braun. Dem haben wir heute entgegengewirkt und haben uns den Winter in die Spielgruppe geholt:

Mit einem Fingervers:

Dä wünscht sich e Huufe Schnee,
Dä no grad e Huufe meh,
Dä hät gärn e Schneemaa gmacht,
Dä miech gärn e Schneebauschlacht,
Dr Chlinscht, dä luegt und seit:
Heit dr gseh! Es schneit, es schneit!

Und mit langen, weissen, Schneeflockenketten:



Donnerstag, 22. Dezember 2011

Backstube

Heute hatten wir das letzte Mal Spielgruppe vor den Weihnachtsferien. Die Geschenke sind fertig gebastelt, die habe ich, zum Glück schon letztes Mal mit nach Hause gegeben, heute waren nämlich zwei Jungs krank. Also haben wir uns heute noch ans Plätzchen backen gemacht. Ich war ehrlich gesagt schon etwas froh, dass es heute nur sechs Kinder waren. Am Schluss hatte jedes Kind ein Säckchen voller Plätzchen zum heimnehmen.


Dienstag, 20. Dezember 2011

Endlich Schnee!

Schneemändli

Schneemändli, Schneemändli
hesch du es chalts Gwändli.

Hesch e dicke Buuch
mit sibe Chnöpfli druff: 1, 2, 3,...

Hesch e längi Rüeblinase
Die tuen ig dir grad abchafle.

Uf em Chopf e Bluemetopf,
oh, du arme, arme Tropf!

Lucie Hillenberg


Unser Schneemann - zwar etwas unförmig, aber schliesslich waren sechzehn kleine und zwei grosse Hände daran beteiligt!

Endlich haben wir Schnee! Und - was gar nicht so selbstverständlich ist, alle Kinder hatten ihre Schneekleider dabei. Wenn wir einen Spielgruppennachmittag draussen verbringen, beginnen wir trotzdem immer drinnen, gemeinsam mit unserem Begrüssungslied im Kreisli. Die Kinder hatten viel zu erzählen heute, sie waren ganz hibbelig. Weihnachten steht - und der Schnee lag - vor der Tür. Wir mussten unseren Erzählstein zu Hilfe nehmen. Das ist ein Zauberstein: Nur wer den Stein in Händen hält kann sprechen, alle anderen hören diesem Kind zu. Das klappt meistens ganz gut. Na ja, nicht immer, aber immer besser. Die Kinder lernen schnell. Als wir über alle Weihnachtswünsche informiert waren, und das waren viele (was es nicht alles gibt...), konnte es nach draussen gehen. Wie gesagt, ich beginne absichtlich immer drinnen, auch wenn nachher, so wie heute, ganz viel angezogen werden muss: Skihose, Skijacke, Schuhe, Halstuch, Mütze, Handschuhe... und das mit acht vierjährigen Kindern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies eine sehr gute Übung ist. Heute habe ich mal auf die Uhr geschaut: 25 Minuten hats gedauert bis wir alle startklar waren! Der Aufwand hat sich aber gelohnt: Viele Kinder jammern anfangs: "Kann ich nicht selber". Sie merken dann aber schnell, dass ich unmöglich acht Kinder gleichzeitig von A-Z anziehen kann. Während sie warten, beginnen sie dann halt doch, es mal selber zu versuchen. Und siehe da: Meistens brauche ich nur noch beim Schuhebinden und beim Reissverschluss einfädeln zu helfen. Wenn ich dann sage: "Siehst du? Jetzt hast du's fast alleine geschafft" strahlen sie und sind stolz auf sich. Einige Kinder sind sogar schon ganz selbstständig. Draussen genossen wir unseren verschneiten Spielgruppengarten, bauten einen Schneemann, drei Mädchen bauten ein Schneekind dazu, wir machten Engel in den Schnee und eine etwas unausgeglichen Schneeballschlacht (acht Kinder gegen eine arme Spielgruppenleiterin). Das Zvieri und unser Adventsritual mussten dann wieder drinnen stattfinden. Beim Ausziehen gings übrigens viel schneller.... dementsprechend sah es in der Garderobe aus. Na ja, die Mamis wissen ja, welche Kleidungstücke ihrem Kind gehören.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Adventsfenster

Gestern haben wir unser Adventsfenster eröffnet. Da der hiesige Frauenverein dieses Jahr beschlossen hat, keine offiziellen Adventsfenster mehr zu organisieren hat unser Fenster keine Zahl. Da die Eröffnung des Adventsfenster mittlerweile zum festen Bestandteil des Spielgruppenjahres geworden ist, haben wir Spielgruppenleiterinnen beschlossen den Anlass trotzdem durchzuführen. Trotz Wind und strömendem Regen kamen die meisten Eltern mit ihren Kindern vorbei. Genossen einen warmen Tee resp. Glühwein und ein Guetzli dazu und bestaunten unser Adventsfenster:


Ich bin auch immer gespannt, wie es aussehen wird. Wir sehen ja selber auch erst kurz vorher wie es wirkt, wenn wir fertig sind mit aufkleben und dann das Licht einschalten. Die Sterne haben die Kinder geklebt (Seidenpapierfötzeli auf Klarsichtfolie), die Silhouette habe ich ausgeschnitten, gelbes Pergamentpapier dahinter befestigt, beleuchtet, fertig. Sieht doch schön aus, oder?

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Samichlaus

Gestern besuchte der Samichlaus die Spielgruppe. Leider kam er etwas zu früh, sodass er schon wieder weg war, als die Kinder eintrudelten. Er hat aber jedem Kind ein Säckli da gelassen.



Die Freude war jedoch nicht besonders gross. Ich weiss nicht genau woran es liegt. Ich denke mal die Kinder sind übersättigt mit Nüssli, Manadrinli und Schokolade in dieser Zeit....